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Band:   Karoshi Lovers | CD (2009) MP3  artists website Real Media Stream
Release:   Death Pop MP3  myspace Real Media Stream
Bestell-Nr.:    9pm 042 Infos:    JPG downloadPDF download
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Geoff BernerKAROSHI LOVERS
- Death Pop


Mit ihrem Debüt-Album „Revolution Is Over“ katapultierten sich die Karoshi Lovers aus Helsinki/FIN von Null auf die Topränge der gefragtesten finnischen Indie-Acts. Irgendwie konnte das schon damals (2008) nicht weiter verwundern. Immerhin bringen die Karoshis alles mit was die Qualität einer finnischen Indie-Pop Band ausmacht. Ein bizarres, fast schon skurriles, musikalisches Konzept, eine etwas eigenartige Bühnenpräsenz und qualitativ hochwertige Popsongs. Zunächst mal ist die Besetzung schon etwas aussergewöhnlich: Schlagzeug, Klavier/Gesang und E-Gitarre. Auf der Bühne dann eine erstaunliche Kombination aus eingängigen Popmelodien, düsterem 80s Groove, ziemlich theatralischem Outfit (auch hier ein leichtes Augenzwinkern in Richtung Japan), alles zusammengehalten vom mega-präsenten Gesang der Frontfrau Ms Stress. Und natürlich: das Wort „Karoshi“ ist japanisch für „plötzlicher Tod am Arbeitsplatz“. Ein Querverweis dazu taucht bei den Karoshis praktisch in jedem Song auf und dürfte auch der Grund für die großartige Coverversion des Godfathers Klassikers „Birth School Work Death“ sein.
Auf ihrem Zweitling haben die drei aus Helsinki noch ne tüchtige Schippe draufgelegt. Endlich haben die schmutzig-eingängigen Gitarrenriffs von Gitarrist Kid Karoshi, bis dahin eher ein Merkmal der Live-Shows, Einzug gehalten. Die Karoshi Lovers kriegen auf „Death Pop“ einen ganz erstaunlichen Spagat zwischen 80s Tanzboden-Herrlichkeit, schmissigen Rock-Riffs, Bubblegum-Melodien und einem augenzwinkernden Kokettieren mit Goth-Appeal hin. Das ganze immer souverän zusammengehalten von Ms Stress' großartiger Stimme. Das wandert oft knapp am Kitsch entlang, kriegt aber immer grade noch die Kurve. Das sie dabei auch noch in Sachen Songwriting ziemlich vorne dabei sind, verleiht dem Album das gewisse Etwas das einen gelungenen Longplayer ausmacht. Wer unbedingt nach Referenzen sucht findet möglicherweise Aspekte der frühen Blondie oder PJ Harvey. Letztendlich bleibt jedoch nur einzugestehen: das hier ist ein ganz eigenes Ding geworden. Eines das charmante Catchyness mit finnischer Skurrilität zu einem Stück großer Popmusik verbindet. Während der Aufnahmen zu „Death Pop“ bemühte sich die Band immer noch parallel Gigs zu spielen um das Material vor Publikum zu testen. Hat offenbar gut funktioniert. Ein weiterer Baustein für das geglückte Album dürfte der junge Produzent Rami Helin gewesen sein, der bereits für Bands wie the Black Magic Six und Cleaning Women am Pult saß. Respekt!
Gute Arbeit!


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